hallo zusammen,
da ich nicht wusste das man sich gegen lungenentzündung impfen lassen kann, schrieb ich dr. weber an.
hier seine antwort:
Liebe Familie Spaethe
Eine Impfung gegen Pneumokokken und auch gegen die Grippe wird heute
jedem Menschen mit einer chronischen Erkrankung empfohlen. Die Impfungen
sind in der Regel gut verträglich und das Risiko bei einer Erkrankung
ist viel höher als das Risiko der Nebenwirkungen.
Eine Gefährdung von nicht geeimpften in der Umgebung besteht nicht, da
es sich um einen Totimpfstoff handelt.
Ich hoffe Ihnen damit zunächst geholfen zu haben. Bei weiteren Fragen
stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung (heute telefonisch bis
12.00 Uhr)
Mit freundlichsten Grüßen
Dr. Jens-Peter Weber
Medizinischer Referent der DGM
Fakten zu Pneumokokken
Pneumokokken sind weltweit verbreitete Bakterien.
Jeder Zweite trägt die Erreger im Nasen-Rachen-Raum, ohne zu erkranken.
Pneumokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, vor allem beim Husten und Niesen.
Pneumokokken breiten sich bei zunehmender Schwäche des Abwehrsystems (z.B. Alter über 60 Jahre) oder bei chronischen Grunderkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes,Asthma) außerhalb des Nasen-Rachen-Raumes aus.
Pneumokokken verursachen Lungen-, Hirnhaut- oder Mittelohrentzündungen, bis hin zur Blutvergiftung.
Invasive Pneumokokken-Erkrankungen verlaufen häufig trotz Behandlung tödlich: 20 bis 40 Prozent führen trotz Antibiotikatherapie zum Tod.
Pneumokokken fordern in der Bundesrepublik rund 12.000 Menschenleben jährlich.
Pneumokokken-Erkrankungen
Pneumokokken sind Erreger der ambulant erworbenen Lungenentzündungen (30 bis 50 Prozent bei älteren Menschen).
von Hirnhautentzündungen (jede fünfte Pneumokokken-Meningitis tritt bei Personen über 65 Jahreauf, die Erkrankung verläuft dann zu 80 Prozent tödlich).
von Mittelohr- und Nebenhöhlenentzündungen.
einer Blutvergiftung (tritt etwa bei jedem Dritten auf, der an einer Lungenentzündung erkrankt).
Pneumokokken-Erkrankungen sind hinsichtlich Häufigkeit,Erkrankungs- und Sterberate die bedeutendste bakterielle Infektion
jenseits der fünften Lebensdekade.
Pneumokokken-Erkrankungen können so schlagartig verlaufen, dass jede Behandlung mit Antibiotika zu spät kommt: 50 Prozent der
Todesfälle erfolgen innerhalb 48 Stunden trotz adäquater Antibiotikatherapie.
Pneumokokken - Schutzimpfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin
empfiehlt die Impfung seit April 1998 generell allen über 60-Jährigen
sowie seit 1983 für Menschen jeder Altersgruppe, die durch eine
chronische Krankheit oder Immunschwäche besonders gefährdet sind.
Die Impfung schützt vor den schweren Verlaufsformen der
Pneumokokken-Erkrankungen. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen.
Fazit
Die Impfung stellt besonders für gefährdete Personen die einzige Möglichkeit dar, sich zu schützen, vor allem angesichts der weltweiten Zunahme schwerer Verlaufsformen von Pneumokokken-Erkrankungen.
der hohen Komplikations- und Sterberate.
der zunehmenden Verbreitung Antibiotika-resistenter Pneumokokken-Stämme.
der häufig schwierigen Therapie.
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da ich nicht wusste das man sich gegen lungenentzündung impfen lassen kann, schrieb ich dr. weber an.
hier seine antwort:
Liebe Familie Spaethe
Eine Impfung gegen Pneumokokken und auch gegen die Grippe wird heute
jedem Menschen mit einer chronischen Erkrankung empfohlen. Die Impfungen
sind in der Regel gut verträglich und das Risiko bei einer Erkrankung
ist viel höher als das Risiko der Nebenwirkungen.
Eine Gefährdung von nicht geeimpften in der Umgebung besteht nicht, da
es sich um einen Totimpfstoff handelt.
Ich hoffe Ihnen damit zunächst geholfen zu haben. Bei weiteren Fragen
stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung (heute telefonisch bis
12.00 Uhr)
Mit freundlichsten Grüßen
Dr. Jens-Peter Weber
Medizinischer Referent der DGM
Fakten zu Pneumokokken
Pneumokokken sind weltweit verbreitete Bakterien.
Jeder Zweite trägt die Erreger im Nasen-Rachen-Raum, ohne zu erkranken.
Pneumokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, vor allem beim Husten und Niesen.
Pneumokokken breiten sich bei zunehmender Schwäche des Abwehrsystems (z.B. Alter über 60 Jahre) oder bei chronischen Grunderkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes,Asthma) außerhalb des Nasen-Rachen-Raumes aus.
Pneumokokken verursachen Lungen-, Hirnhaut- oder Mittelohrentzündungen, bis hin zur Blutvergiftung.
Invasive Pneumokokken-Erkrankungen verlaufen häufig trotz Behandlung tödlich: 20 bis 40 Prozent führen trotz Antibiotikatherapie zum Tod.
Pneumokokken fordern in der Bundesrepublik rund 12.000 Menschenleben jährlich.
Pneumokokken-Erkrankungen
Pneumokokken sind Erreger der ambulant erworbenen Lungenentzündungen (30 bis 50 Prozent bei älteren Menschen).
von Hirnhautentzündungen (jede fünfte Pneumokokken-Meningitis tritt bei Personen über 65 Jahreauf, die Erkrankung verläuft dann zu 80 Prozent tödlich).
von Mittelohr- und Nebenhöhlenentzündungen.
einer Blutvergiftung (tritt etwa bei jedem Dritten auf, der an einer Lungenentzündung erkrankt).
Pneumokokken-Erkrankungen sind hinsichtlich Häufigkeit,Erkrankungs- und Sterberate die bedeutendste bakterielle Infektion
jenseits der fünften Lebensdekade.
Pneumokokken-Erkrankungen können so schlagartig verlaufen, dass jede Behandlung mit Antibiotika zu spät kommt: 50 Prozent der
Todesfälle erfolgen innerhalb 48 Stunden trotz adäquater Antibiotikatherapie.
Pneumokokken - Schutzimpfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin
empfiehlt die Impfung seit April 1998 generell allen über 60-Jährigen
sowie seit 1983 für Menschen jeder Altersgruppe, die durch eine
chronische Krankheit oder Immunschwäche besonders gefährdet sind.
Die Impfung schützt vor den schweren Verlaufsformen der
Pneumokokken-Erkrankungen. Die Kosten der Impfung übernehmen die Krankenkassen.
Fazit
Die Impfung stellt besonders für gefährdete Personen die einzige Möglichkeit dar, sich zu schützen, vor allem angesichts der weltweiten Zunahme schwerer Verlaufsformen von Pneumokokken-Erkrankungen.
der hohen Komplikations- und Sterberate.
der zunehmenden Verbreitung Antibiotika-resistenter Pneumokokken-Stämme.
der häufig schwierigen Therapie.
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