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Behandlungsansätze Mito

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    Behandlungsansätze Mito

    Hallo,

    was habt ihr für Ideen?`Die einzige DD die bei mir, meines Wissens nach, infrage kommen könnte, wäre ja ne Mito die eine ALS nachamt, naja der Arzt meinte Pompe soll man auch noch abklären, aber daran glauben wir beide nicht so recht.

    Mal einige Ideen meinerseits:

    ATP erhöhen, zB durch Kreatin, D Ribose, Vinpocetine, Taurin
    Atmungskette der Mitos steigern, zB Seroquel (kennt ihr ähnliche Alternativen mit diesem Mechanismus?)
    Bei reduziertem pO2 im Blut Sauerstoff (meine Sättigung fällt ob auf bis zu 89%)
    Stress, körperlich wie psychisch vermeiden
    Kalium/Natriumpumpe fördern, zB durch Antagonsiten oder Flupirtin
    ATP Infusion (fraglich ob es intrazellulär ankommt)
    Q10

    Ev Glutathion steigern (Infusion, klappt sicher)

    Ev auf Zucker verzichten. MCT Öl?

    Habt ihr noch gute Ideen? Viel findet man ja nicht und ich suche schon eine Weile.

    #2
    Hallo LF,

    Zum Zucker-Verzicht: Sowohl bei mitochondrialen Fehlfunktionen als auch bei neurodegenerativen Erkrankungen findet man genug Hinweise eine "ketogene Ernährung" könne hilfreich sein (siehe sogar hier auf der DGM-Seite bei den Empfehlungen eines Profs. anlässlich eines Vortrages in Freiburg zur ALS).
    Schlechte Prognose, Leidensdruck und beängstigende Symptome. Also versuche ich das. Essen tue ich so oder so. Hat für mich überhaupt nichts mit Verzicht zu tun. Zudem habe ich nie so gut gespeist und genossen wie derzeit. Ich würde aber auch Steine kauen wenns eine Chance darstellt meine Situation zu verbessern.
    Ich fand es gut mal eine genaueren Blick auf die Ideen von Dr.Terry Wahls zu werfen. Ihr TedX-Vortrag heißt übrigens "minding your Mitochondria". Ich glaube vielen Menschen ist sowas wie "Essen" zu banal. Grundlegendes scheint oft als zu banal bewertet zu werden.
    Warum das alles Sinn macht findest Du sicher heraus.

    Stress vermeiden: meine persönliche Haltung ist es andauernden Stress möglichst zu meiden. Punktuell und kurz ist Stress aber für mich wichtig. Ein heisses Bad ist auch Stress:-). Angewand auf Bewegung bedeutet dies für mich: längere Reize sollen locker (so möglich), kurze Reize dürfen über Sekunden Intensiv sein (so möglich). Manchmal geht das bei mir aber auch daneben.
    Psychischer Stress: AVE-Neurostimulation, Atmung, Bewegung, Tagebuch sind meine Mittel.

    Zu Meds und NEMs. Bei mir ist das letztere inzwischen recht umfangreich. Vieles ist miteinander gut. Nur kurz:
    Magnesium ist für mich wichtig, auch für ATP. B2 ist mir wichtig, P5P auch (kann überdosiert schaden) Auf B3 bin ich später gekommen und nehme es als NR täglich, als flush öfter mal. Taurin nehme ich regelmäßig- auch vor dem Hintergrund der "Erregungstoxicität". K2 könnte eine Recherche wert sein (Fruchtfliegen-Studie). Lass doch mal Laborwerte machen, die Dir Aufschluss über deine Mitochondriale Funktion geben. Steht bei mir nun wieder an. Citrat-Zyklus war/ist bei mir gestört.

    Wichtig für mich: Beständigkeit. Seit etwa 9Monaten bin ich dabei gesundheitsorientiert vor dem Hintergrund meiner Symptome zu handeln und halte es für sinnvoll einer Massnahme auch länger treu zu bleiben. So etwas gut verträglich für mich ist und nicht schadet belasse ich es mindestens für 3-4Monate dabei. Manches mag erst nach einigen Monaten Wirkung zeigen. Mir gehts besser als ich es mir vor einem Jahr hätte überhaupt vorstellen können. Woran es liegt kann ich nicht sagen. Ich mache weiter.

    Hast Du eine Idee warum Deine Sauerstoffsättigung so mau ist?

    PS. bei meinen Augenbewegungsstörungen (damit fing es an) hin zur idiopatischen Visusminderung und Hörschwäche kurz vor Schwerhörigkeit könnte eine Mito bei mir gut passen, und auch die Muskelsymptome erklären. Da für dieses Bild auch keine Hilfe geboten wird und ich das "Rumgeschubse" durch Ärzte nicht mehr ertrage nehme ich vorerst den Dauerstress nicht auf mich. Die Neuros hatte damals die Visus-minderung und Motalitätsstörung nicht gejuckt- sei Augenarztsache- dieser hatte mir jedoch eine Neuro-überweisung ausgestellt. Die Hoffnung auf einen deutschen Fach-Arzt mit soft skills und dazu noch dem nötigen Überblick zu treffen habe ich begraben.

    LG
    brev

    PS: Das alles ist natürlich Teil meines persönlichen Protocols und kann keine allgemeine Empfehlung sein.
    Zuletzt geändert von brevet400; 13.05.2017, 21:50.

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      #3
      Hallo,

      also bei dem low Carb muss man halt weider aufpassen, dass man nicht dauernd Glutaminsäure oder Glutamat futtert, Glutamat ist relativ leicht zu meiden, aber die Glutaminsäure ist überall, Fleisch, Fisch, Milch, Käse etc pp. Bleibt also nur mehr ganz wenig EW und viel Fett, aber wie soll man das Fett dauernd zu sich nehmen? Da bin ich noch am rätseln.

      Die Sättigung ist wegen meiner Atemmuskelschwäche schlecht.

      Grüße

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        #4
        "Glutamat ist relativ leicht zu meiden, aber die Glutaminsäure ist überall" Das ist doch beides das Selbe.
        Zuletzt geändert von KlausB; 13.05.2017, 23:23.
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          #5
          Fast aber nicht ganz: (Wiki)

          Ihre Salze und Ester werden Glutamate genannt.

          D.h. es muss erst zum eigentlichen NT umgewandelt werden, wobei auch die Glutaminsäure meines Wissens nach an die Glutamat Rezeptoren bindet bzw Glutamat Antagonisten antagonisiert, was im Prinzip bedeutet beides ist, wenn man einen Überschuss an Glutamat hat bzw eine ähnliche Phatologie - zu meiden. Seltsamerweiße gilt aber das Glutamat als böse, undifferenziert, und Glutaminsäure wird völlig unberücksichtigt. Vermutlich weil man den Menschen gut verkaufen kann, dass sie auf Glutamat als Zusatz verzichten, aber das Steak wollen sie dann doch alle alles.

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            #6
            Glutaminsäure ist ein "Zwitterion", was in der organischen Chemie als "inneres Salz" definiert ist. Daher bezeichnet man Die Glutamin-SÄURE auch als Glutamat, also als SALZ.
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              #7
              Das mag so sein, man sollte wohl vor der Glutaminsäure noch ein L dranhängen, aber ob sich nun L Glutaminsäure L Glutamat und Glutaminsäure, Glutamat relevant unterscheiden habe ich auch nicht näher recherchiert. Jedenfalls wird zB L Glutaminsäure und Glutamat immer extra angegeben.

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                #8
                Glutaminsäure, Glutamat sind stereoisomere Moleküle.
                Glutaminsäure, Glutamat gibt eigentlich gar nicht.
                Es gibt nur L-Glutaminsäure, L-Glutamat und D-Glutaminsäure, D-Glutamat.
                Verwertbar für den Organismus ist bei stereoisomeren Molekülen immer nur die L-Form. Davon hatten wir auch schon einmal im Zusammenhang mit einem anderen Stoff gesprochen. Gerade wieder eingefallen: das war Serin.

                Daher meint man mit Glutaminsäure, Glutamat auch immer nur L-Glutaminsäure, L-Glutamat.

                Bei der Herstellung solcher Stoffe ist es übrigens eine Herausforderung möglichst die L-Form und nicht die D-Form herzustellen.
                Bei billigen Nahrungsergänzungsmitteln bin ich mit da nicht immer ganz so sicher ob einem da nicht die wertlose D-Form angedreht wird.
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                  #9
                  Ich müsste mir das selber nochmal genauer durchlesen, dazu habe ich aber gerade keine Zeit. Jedenfalls würde ich gerne beides weitgehend meiden, wobei ich aber mit dem EW Probleme bekomme. Kcal kann man gut über Öle decken, ein Salat mit 30 ml öl 3x pro tag hat schonm zwischen 8-900 kcal, dazu etwas KH so 300kcal und etwas EW würde für meinen Grundumsatz reichen, aber woher das EW nehmen, wenn es denn kein Glutamat/ Glutamin enthalten soll? Kennt sich da wer aus? Im Whey ist da auch viel drinnen, ev im Casein? Ich muss mal suchen.

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                    #10
                    Das kannst Du nicht vermeiden. Lediglich auf Produkte denen Glutamat künstlich zugesetzt ist, also Fertigprodukte und soßenpulver würde ich verzichten. Das tue ich auch weil ich das Gefühl habe, dass mir das nicht guttut, ist vielleicht auch nur so ein Gefühl.
                    Denn zur Überdosierung braucht es schon große Mengen. Es wird übrigens auch für den Muskelaufbau empfohlen (Glutathion ist im Prinzip das selbe).

                    Im Prinzip ist der Körper schon auf relativ große Mengen Glutamat angewiesen. Nicht nur als Botenstoff sondern auch als Grundstoff zur Herstellung der DNA und der DNA-Synthese zur Herstellung von Proteinen. Daher ist es auch in fast allen natürlichen Lebensmitteln vorhanden.
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                      #11
                      Ja ich glaube auch, dass im Plasma 20% Glutaminsäure drinnen ist, oder sowas in der Hausnummer. Aber meiden kann man es schon, es ist ja keine essentielle Aminosäure. Meine Idee wäre nur die essentiellen zuführen, dann produziert der Körper halt soviel, wie er will, aber nie mehr. Ich muss mal schauen was alles essentiell ist, zB kann ma ja auch Zwischenprodukte wie NAC direkt zuführen.

                      Ev fahre ich auch einfach whey mit Wasser auf 3 mal den Tag verteilt, dann komt es zumindest zu keinen direkten "Peak".

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                        #12
                        Für den Menschen gelten Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin als essenzielle Aminosäuren. Arginin und Histidin müssen nur in bestimmten Situationen wie beim Heranwachsen oder während der Genesung mit der Nahrung aufgenommen werden und werden daher als semi-essentiell bezeichnet.
                        Phenylalanin 25 (zusammen mit Tyrosin)
                        Leucin 39
                        Methionin 15 (zusammen mit Cystein, Homocystein, s.u.)
                        Lysin 30
                        Isoleucin 20
                        Valin 26
                        Threonin 15
                        Tryptophan 4
                        Histidin 10
                        Cystein 4

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                          #13


                          Das sieht doch gut aus?

                          Pro Portion zu 15 g: L Leucin 5000 mg L Isoleucin 890 mg L Valin 2200 mg L Lysin 2200 mg L Phenylalanin 1800 mg L Threonin 1500 mg L Histidin 710 mg L Methionin 500 mg L Tryptophan 200 mg

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                            #14
                            hallo,

                            Alle Vorstellungen von Stoffwechselprozessen sind Modelle und grobe Annäherungen Bei allem dringendem Interesse ist mir bewusst wie begrenzt mein Wissen ist und immer bleiben wird.
                            Für mich überwiegen in meiner Situation ganz sicher die Vorteile der von mir gewählten Ernährungsform: Nährstoffdicht und sehr KH-reduziert, naturbelassen soweit wie möglich. Fett, sinnvoll ausgewählt, ist ein wichtiger Faktor- das habe ich in der ersten Zeit nicht so richtig begriffen. Und wirklich möglichts viel Gemüse. Als Käse-Wurst-Industrial-Diät ist die Angelegenheit in meinen Augen schädlich.
                            Glutamat als Zusatz meide ich, Glutamin in den Lebensmitteln fürchte ich nicht. Was bei den Unterscheidungen richtig ist, kann ich nicht beurteilen. Eine gewisse Menge Glutamin ist aber in jedem Fall wichtig. Ich verzichte auch nicht auf Bewegung, weil dort ROS anfällt. Ich bemühe mich meinen Körper zu unterstützen mit ROS besser umzugehen.

                            Bei meiner nachgewiesener HG-Belastung sollte ich auch mal nachschauen wie es um meinen Glutamin-Stoffwechsel bestellt ist. Hier wird im Rahmen eines Aminosäuren-profils schon auf das verhältnis Glutamisäure/Glutamin geschaut. Ist dort was auffällig könnte das Enzym -Glutamin-Synthatease beeinträchtigt sein- was auch die ATP-Produktion mindert.

                            Einige vertreten die Auffassung "Arginin" sei zu meiden bei nitrosativem Stress, da aus Arginin NO gebildet wird. Ich versuche meine
                            NO Bildung über eNOS zu anzukurbeln und substituiere ua. ArginAAKG und situativ auch citrullin-malat. Arginin gleich NO-NO gleich schädlich ist nach meiner Recherche so nicht allgemein gültig.
                            So ähnlich könnte es sich mit Glutamin gleich Erregungstoxizität gleich zelltödlich auch verhalten.

                            Es wäre sinnvoll die Funktion der naheliegensten Enzyme mal abzuklopfen. Leider ist mir das derzeit zu teuer und die Beschäftigung damit wächst mir derzeit gerade über den Kopf. Als Alternative bin ich über Anbieter gestolpert, die Genanalysen über im Test reagierende Snips anbieten. Speichelprobe einschicken. Natürlich ist das auf verschiedenster Eben diskutierbar und auch problematisch. Für die Auswertung gibt es tauglich online tools.
                            Zumindest einige Hinweise wären so verfügbar- auch die NEM-Auswahl lässt sich so verfeinern.

                            Mit Flurpitin werde ich mich mal beschäftigen. Mal schauen- wird sicher schwer ein Rezept zu erhalten- ist ja kein SSRI oder Statin oder PPI.
                            Zuletzt geändert von brevet400; 14.05.2017, 14:47.

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                              #15
                              Zitat von letzte Frage Beitrag anzeigen
                              https://www.myprotein.at/sporternahr.../10529536.html

                              Das sieht doch gut aus?

                              Pro Portion zu 15 g: L Leucin 5000 mg L Isoleucin 890 mg L Valin 2200 mg L Lysin 2200 mg L Phenylalanin 1800 mg L Threonin 1500 mg L Histidin 710 mg L Methionin 500 mg L Tryptophan 200 mg
                              Sehe ich auch so.

                              Aber da gibt es auch dies: https://www.myprotein.at/sporternahr.../10575971.html

                              Glutathion finden auch Öko-Veganer gut, dieselben die Glutamat verteufeln.
                              It's a terrible knowing what this world is about

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